Löbejün I

 

2.1.5

 

Nördlich der Stadt Halle befindet sich einer der beliebtesten Tauchspots im Osten Deutschlands. Den Reiz der Löbejüner Steinbrüche machen vor allem die Relikte des Bergbauwesens aus. Bis in die heutige Zeit wird Porphyr abgebaut. Die ansässige SH Natursteine GmbH & Co. KG hat die Tradition des Bergbaus in Löbejün fortgesetzt. Drei Steinbrüche liegen mittlerweile still und sind zu einem Eldorado für Taucher geworden.

Der vordere Kessel ist unter dem Namen Löbejün I bekannt. Mit einer Größe von 80 mal 140 Metern und einer Tiefe von 23 Metern ist er der größte und tiefste Steinbruch. Die Sichtweite beträgt bis zu zehn Meter.

Bambus, Schilf, Schwertkraut, Schwertlilien und Wasserpest prägen den Uferbereich und die Unterwasserwelt. Aale, Flussbarsche, Hechte, Rotfedern, Schleien, Schuppenkarpfen, Sibirische Störe, Sonnenbarsche und Spiegelkarpfen leben im Steinbruch Löbejün I. Im Spätsommer und Frühherbst tauchen Süßwassermedusen auf.

Aus der Zeit des Steinbruchwesens sind Gleise, Loren und ein Pumpenhaus erhalten geblieben. Unter Wasser stoßen Taucher außerdem auf einen Paraglider und ein Motorboot. Ein altes Zelt befindet sich am Ausstieg.

2007 hat Klaus Diersch das Gelände als Pächter übernommen und die Basis Taucherkessel Löbejün gegründet. Er kümmerte sich nicht nur um das hiesige Müllproblem, sondern auch um die Erschließung der Steinbrüche. Am vorderen Kessel stehen Rödeltische. Es gibt einen Grillplatz mit Sitzgelegenheiten. Taucher müssen sich anmelden und eine Gebühr von sieben Euro entrichten. Getaucht werden kann dann in allen drei Steinbrüchen. Die Basis des Pächters verfügt über eine Füllstation. Nach Absprache können Zelte und Wohnmobile an den Steinbrüchen aufgestellt werden. Am vorderen Kessel steht eine Toilettenkabine. In der Woche ist die Basis von 9 bis 18 Uhr, am Wochenende von 9 bis 20 Uhr besetzt.

 

Kontakt:
Taucherkessel Löbejün
Klaus Diersch
06193 Löbejün
Telefon: 0175/7528784
E-Mail: info@taucherkessel.de
Internet: www.taucherkessel.com

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